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Unsere Fototage: Rückblick und Ausblick

Liebe Eisenbahnfreunde,
wir haben euer Feedback zu unseren Fototagen in den vergangenen Tagen aufmerksam gelesen. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, eure Eindrücke und Verbesserungsvorschläge mit uns zu teilen. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, offen auf die Rückmeldungen einzugehen und zu zeigen, was wir für kommende Veranstaltungen mitnehmen.

Organisation und Kommunikation

Die Fototour auf der Normalspur konnte nur aufgrund einer besonders günstigen Konstellation stattfinden. Sie wurde vollständig ehrenamtlich und neben Beruf und Familie organisiert. Dabei sind einige Informationen leider nicht so zusammengeführt und weitergegeben worden, wie es für einen solchen Tag notwendig gewesen wäre.

Das betraf unter anderem den Fahrzeugeinsatz, der in den Unterlagen nicht eindeutig mit der tatsächlichen Planung übereinstimmte. Auch im Bildfahrplan waren einzelne Motive und Zeitangaben nicht passend. Ein gemeinsamer Treffpunkt für alle Teilnehmer hätte außerdem geholfen, Änderungen während des Tages besser an die Autoverfolger weiterzugeben.

Dafür bitten wir um Entschuldigung. Für die Zukunft möchten wir die Unterlagen früher abstimmen, einen zentralen Treffpunkt festlegen und eine klare Informationskette für den Veranstaltungstag einrichten.

Teilnehmerzahl und Kalkulation

Die Fototage waren von uns nicht auf einen Gewinn ausgerichtet. Die Preise dienten dazu, die Betriebskosten zu decken. Möglich wurde die Veranstaltung außerdem durch Sponsoring und den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer.

Unser Wunsch war, möglichst vielen Interessierten ein Erlebnis mit der BR 86 auf einer annähernd stilechten Nebenstrecke zu ermöglichen. Rückblickend war die Gruppe dafür jedoch zu groß. Für den Ablauf einer solchen Fototour wäre eine Begrenzung auf etwa 45 Personen einschließlich der Autoverfolger wahrscheinlich besser gewesen. Eine kleinere Gruppe hätte mehr Raum für individuelle Fotowünsche, eine engere Betreuung und einen ruhigeren Ablauf geboten.

Abb.: Stresstest für Personal und Teilnehmer - die enge Ortsdurchfahrt in Uenzen besucht man besser mit kleineren Gruppen. (Bild: Hans-L. Overdick)
Abb.: Stresstest für Personal und Teilnehmer - die enge Ortsdurchfahrt in Uenzen besucht man besser mit kleineren Gruppen. (Bild: Hans-L. Overdick)

Bei zukünftigen Veranstaltungen werden wir Teilnehmerzahl, Betreuungsaufwand und Preis sorgfältiger aufeinander abstimmen. Auch die Rolle der Autoverfolger möchten wir klarer in das jeweilige Veranstaltungskonzept einbinden. Eine kleinere Teilnehmerzahl oder ein höherer Preis können dabei sinnvoll sein, wenn dadurch mehr Zeit und Betreuung pro Motiv möglich werden.

Individuell organisierte Kleingruppenveranstaltungen lassen sich nur eingeschränkt mit einer frei buchbaren Vereinsveranstaltung vergleichen, da dort andere organisatorische und personelle Voraussetzungen bestehen. Dennoch nehmen wir den Hinweis zur Kalkulation ernst und werden ihn bei der Planung kommender Angebote berücksichtigen.

Ablauf, Sonne und Motive

An einzelnen Motiven wurde auf bessere Lichtverhältnisse gewartet. Wegen des engen Zeitplans war das jedoch nicht an jeder Stelle möglich. Zusätzlich hat die spätere Schienenverwerfung kurz vor Hoya Zeit gekostet, die wir im Vorfeld nicht einplanen konnten. Wir bedauern, dass dadurch nicht alle Fotowünsche erfüllt werden konnten.

Die geplante Fotoreihe sollte möglichst viele unterschiedliche Motive ermöglichen. In Uenzen hat sich gezeigt, dass dafür noch klarere Fotolinien und eine bessere Einweisung vor Ort nötig sind. Das Motiv an der alten Scheune in der Kurve ließ sich nicht mehr wie vorgesehen umsetzen, nachdem sich Teile der Gruppe bereits an einem späteren Standort aufgestellt hatten. Auch das Motiv an der Ladestraße musste wegen der örtlichen Parksituation entfallen.

Abb.: Aber auch außerhalb von Uenzen drängen sich die Fotografen um das Motiv. (Bild: Regine Meier)
Abb.: Aber auch außerhalb von Uenzen drängen sich die Fotografen um das Motiv. (Bild: Regine Meier)

In Abstimmung mit dem Lokpersonal wurden deshalb zusätzliche Fotolinien angefahren, unter anderem in Berxen. An mehreren Stellen gab es außerdem weitere Durchfahrten, obwohl ursprünglich nur eine vorgesehen war. Damit wollten wir möglichst vielen Teilnehmern zusätzliche Fotomöglichkeiten geben.

Fahrzeuge und Wagenpark

Zum nicht eindeutig angekündigten Einsatz der V 36 möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen. Der ursprüngliche Plan war, die BR 86 am Vormittag allein einzusetzen und einen reinen Dampfzug abzubilden. Für kommende Veranstaltungen werden wir solche Angaben in den Unterlagen und in der Kommunikation eindeutig kennzeichnen.

Die Rückmeldungen zur Epochenzusammenstellung des Zuges haben wir ebenfalls aufgenommen. Gleichzeitig waren wir sehr dankbar, dass uns die PRESS einen abwechslungsreichen Wagenpark zur Verfügung gestellt hat. Dadurch konnten auf unserer Strecke Motive entstehen, die sonst nicht möglich gewesen wären. Künftig möchten wir die gewünschte zeitliche Zusammenstellung und die verfügbaren Fahrzeuge noch sorgfältiger miteinander abwägen und transparent erläutern.

Autoverfolger und Rücksichtnahme

Die meisten Teilnehmer haben sich umsichtig und fair verhalten. Bei einer größeren Gruppe kann es im Straßenverkehr dennoch schnell unübersichtlich werden. Für kommende Veranstaltungen möchten wir deshalb die Hinweise zum Parken, zum Freihalten von Zufahrten und zum Verhalten an den Fotostellen deutlicher vorab mitteilen und vor Ort besser begleiten.

Während der Veranstaltung kam es an einzelnen Stellen zu schwierigen Parksituationen. Teilweise wurden Flächen von Anwohnern genutzt oder Fahrwege behindert. Eine Polizeistreife musste deshalb am Mittag unterstützend eingreifen. Um die Situation zu beruhigen und weitere Behinderungen zu vermeiden, wurde auf eine zusätzliche Durchfahrt verzichtet.

Auch im Umgang mit Anwohnern möchten wir besonders um gegenseitige Rücksicht bitten. Viele Menschen freuen sich, den Zug und die Veranstaltung zu sehen. Eine freundliche Bitte, etwas Platz zu machen oder an eine geeignete Fotolinie zu kommen, ist dabei immer der beste Weg. Ebenso möchten wir Kritik und Anmerkungen gerne in Ruhe und direkt miteinander besprechen. So lassen sich Missverständnisse am ehesten klären.

Blick nach vorn

Eine frei buchbare Vereins-Fotoveranstaltung bringt unterschiedliche Erwartungen zusammen und bleibt deshalb immer ein gewisser Kompromiss. Wir möchten diesen Kompromiss künftig besser gestalten: mit klareren Informationen, kleineren oder passender zugeschnittenen Gruppen und einem Ablauf, der ausreichend Zeit für die gewünschten Motive lässt.

Wenn ihr konkrete Vorstellungen für einen Fototag habt, sprecht uns gerne an. Wir können uns gut vorstellen, kleinere Veranstaltungen nach individuellen Wünschen zu planen. Dabei lassen sich Teilnehmerzahl, Fahrzeuge, Motive, Fahrplan und Fotolinien von Anfang an gemeinsam festlegen.

Zum Schluss bedanken wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Trotz der großen Hitze ist die Veranstaltung insgesamt ruhig verlaufen. Vielen Dank für eure Geduld, eure Hinweise und die vielen Gespräche rund um die Eisenbahn. Wir nehmen die Rückmeldungen ernst und möchten die nächsten Fototage noch besser vorbereiten.

Viele Grüße
Organisationskomitee und DEV-Vorstand